Auf die Plätze, fertig, kreativ: 5 Tipps, die deine Kreativität fördern

Auf die Plätze, fertig, kreativ: 5 Tipps, die deine Kreativität fördern

4. Januar 2026
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Wohl jede und jeder Kreativ-Schaffende wird es kennen: der Kaffee duftet, das Glas Wasser sprudelt, die Tastatur wartet und dann – nichts. Keine duften Ideen, keine sprudelnden Geistesfontänen, der Kunde wartet.

Statt des edlen Aschenbrödels, die dir mit engelsgleichem Antlitz zauberhafte Worte entgegensäuselt, sitzt dir gedanklich nur die olle, plumpe Stiefschwester zur Seite. Verflogen ist jegliche Magie.

Nicht verzagen! Hier kommen Tipps, die deine Kreativität fördern.

Autorin: Jasmin Miehle

Das Wichtigste zuerst: Druck rausnehmen, Ruhe bewahren auch wenn es schwer fällt. Denn mit Druck passiert in den meisten Fällen schon mal gar nichts. Gib dir und deinen kreativen Fähigkeiten erst mal wieder mehr Raum.

© Foto von Hugo Ruiz auf Unsplash

Tipps für mehr Kreativität

  1. Raus aus deiner Komfortzone: Gönne deinem Kopf ein wenig Abwechslung. Hier gilt es, Routinen aufzubrechen. Einfach mal von einem anderen Platz aus arbeiten oder einen anderen Weg zum Bäcker einschlagen.
  2. Fische Luft, ab in die Natur: In der Psychologie bereits erforscht ist die Aufmerksamkeits-Erholungs-Theorie (ART). Sie besagt roundabout, dass die Reize der Natur nachweislich den Kopf entlasten, weil diese sanft und ungezwungen sind. Genau dann entstehen neue kreative Ideen.
  3. Stupide körperliche Betätigung: Selbst erprobt habe ich die umgekehrte Version von „wenn der Körper zur Ruhe kommt, ruht auch der Geist“. Schmeiß also den Körper an, dann gerät auch die Kreativität in Schwung! Bei einfachen, am besten eintönigen körperlichen Bewegungen kann ich super produktiv nachdenken. So habe ich beispielsweise beim frühjährlichen Kärchern unserer Terassendielen eine mehrteilige Anzeigenreihe konzipiert. Go with the flow funktionierte bei mir also „in echt“. Probier es aus!
  4. Sport, Bewegung, Auspowern: Glückshormone, Durchblutung, Stressabbau… ihr kennt sie alle, die Vorteile von Sport und Bewegung. Die meisten mögen es sicher mit der passenden Musik auf den Ohren. Ich bevorzuge eher den „stillen“ Run in der Natur. Und so „still“ wie diese scheint, ist sie auch gar nicht, stimmt’s? Hör mal hin!
  5. Inspirieren lassen: Was machen denn die anderen so? Soll jetzt nicht zum Abschreiben anregen, aber innovative Werbung hat eben oft auch gute Texte. Es geht um die Struktur, den Bruch, die Denkmuster dahinter und vielleicht lässt es sich auf dein Thema in komplett anderer Weise anwenden. Quellen wären Websites an sich, ich tendiere immer zu Gewinnerinnen und Gewinnern irgendwelcher Awards. Außerdem Instagram-Profile von kreativen Menschen wie Oliver Voss, selbst Texter und Inhaber einer Top20-Kreativagentur.

Schreibübungen für Schreibende

Gut, aber das hilft bei näher rückenden Deadlines ja alles nichts weiter. Was, wenn einfach was aufs Blatt muss? Jetzt! Dingend! Schnell!

Mit diesen Kreativitätstechniken findest du womöglich wieder gut ins Schreiben zurück:

  • Schreiben, schreiben, schreiben: Notiere eine Minute lang alles, was dir in den Sinn kommt. Ohne jeglichen Zusammenhang. Geschaut (und gelacht) wird erst hinterher.
  • Schreibkette: Endlos-Kette aus zusammengesetzten Wörtern bilden, zum Beispiel Lichtblick – Blickpunkt – Punktspiel – Spielplatz.
  • Schnipselgeschichte: Such dir sieben Wörter und bilde daraus eine Geschichte, ohne groß zu überlegen. Texte aus dem Bauch heraus und sieh dir hinterher an, was dabei rauskam. Lacher sind nicht ausgeschlossen.
  • Gute alte Rhetorik: Versuche ein paar klassische Stilmittel zu deinem Thema anzuwenden – Alliteration, Trikolon, Parallelismus, Metapher, Antithese, Klimax, sämtliche Reimformen und Metren.

Wenn du Glück hast, ist danach der Knoten geplatzt und das kreative Denken fließt wieder in die Richtung, die du brauchst.

Einfach mal loslassen

Ein Fazit an letzter Stelle: Sei sanft zu dir! Kreativität ist wie ein Muskel – manchmal müde, manchmal voller Kraft. Wenn du ihm Raum gibst, sich zu entspannen, kommt er in voller Stärke und zuverlässig zurück. Vertraue darauf und bis dahin: lass los!


Unsere Autorin

Jasmin Miehle

Die studierte Germanistin ist freie Texterin mit Redaktions- und Agenturerfahrung. Jasmin weiß genau, worauf es beim Werben ankommt: immer einen Tick anders sein. So richtig tanzt ihr Texterinnenherz deswegen bei allen Werbetexten, die nicht 08/15 sind. Ihr Motto: Oho statt nur Aha. Viel Furore, aber bitte mit Stil.

E-Mail: text@jasminmiehle.de
Web: https://www.jasminmiehle.de

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